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Grundwasserschutz kann jeder

Das Grundwasser ist schneller verunreinigt als man denkt. Ob durch Unfälle mit Gefahrgütern, Haus- und Straßenbau, undichte Kanäle, Düngung und Spritzmitteleinsatz oder nur der Ölverlust bei Fahrzeugen, vielfältige Eintragsquellen drohen. Um einen bestmöglichen Schutz für die Trinkwassergewinnung und somit eine hohe Qualität für alle Kunden zu garantieren, werden Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Mehr hierüber erfahren Sie unter WASSERSCHUTZGEBIETE

Aber nicht nur in den Wassergewinnungsgebieten muss Grundwasserschutz betrieben werden. In den Gewässern finden sich heute unterschiedlichste Schadstoffe wie beispielsweise Rückstände von Haushaltschemikalien, Körperpflegeprodukten, Arzneimitteln oder Pflanzenschutzmitteln. Da diese meist nur in sehr geringen Mengen nachweisbar sind, werden sie als Mikroverunreinigungen oder Spurenstoffe bezeichnet. Sicherlich sind Arzneimittel für die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit von Mensch und Tier unverzichtbar, aber – und das bereitet Sorge – der Verbrauch steigt ständig. Laut Umweltbundesamt werden in Deutschland im Jahr ca. 8.120 Tonnen verbraucht. Über die kommunale Abwasserbeseitigung gelangen diese zum Teil wieder in den Wasserkreislauf, da sie in der Abwasserbehandlung nicht oder nicht vollständig eliminiert werden können. Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Deshalb sind solche Spurenstoffe möglichst frühzeitig und vorsorglich dem Wasserkreislauf fernzuhalten. Maßnahmen, um diese Stoffe zu vermeiden und zu verringern, sollten zuerst bei dem Verursacher des Schadstoffs und an der Quelle seiner Entstehung ansetzen – also bei den Bürgerinnen und Bürgern, welche diese konsumieren.  Ziel ist es, den Zustand der Gewässer langfristig zu verbessern.

Fazit: Verursacher der Gewässerverunreinigung ist meist der Verbraucher, welcher auf der anderen Seite natürliches, qualitativ hochwertiges Trinkwasser wünscht! Helfen Sie mit! Grundwasserverunreinigung zu vermeiden ist oberstes Ziel!

  

Zehn Tipps zum Grundwasserschutz

  • Gehen Sie verantwortungsbewusst mit Arzneimitteln um. Besorgen Sie sich grundsätzlich nur die angemessene Packungsgröße von Ihrem Arzt oder Apotheker.
  • Medikamente gehören nicht in die Toilette. Sie gehören in den Hausmüll und werden bei der Müllverbrennung restlos vernichtet. Viele Apotheken nehmen alte Arzneimittel zurück.
  • Befreien Sie verstopfte Rohre mit der Gummisaugglocke und vermeiden Sie aggressive Substanzen
  • Nutzen Sie im Haushalt umweltschonende Reinigungsprodukte statt „chemischer Keulen“. Besser: Verwenden Sie Essig oder Zitronensäure; oft reicht auch klares Wasser, um den Boden zu wischen oder die Fenster zu putzen.
  • Dosieren Sie Spül- und Waschmittel sparsam. Häufig sind die Dosierungsangeben der Waschmittelhersteller großzügig bemessen.
  • Achten Sie beim Kauf von Kosmetika und Körperpflegemitteln auf plastik- und mikroplastikfreie Produkte! Kunststoffe werden in einer Vielzahl von Kosmetikprodukten verwendet, unter anderem als Schleifmittel, Bindemittel, Füllmittel oder Filmbildner und gelangen über das Abwasser in das Grundwasser.
  • Farben, Lacke, Lösungs-, Pflanzenschutz- und Holzschutzmittel oder andere Chemikalien gehören in den Sondermüll. Neben der Verunreinigung können diese in der Kanalisation explosive Gase bilden.
  • Verzichten Sie im Garten möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger. Das Düngen mit Kompost und die Förderung natürlicher Nützlinge sind sinnvolle Beiträge zum Grundwasserschutz.
  • Abwasser aus undichten Kanälen und Hausanschlüssen kann das Grundwasser verunreinigen. Eine regelmäßige Kontrolle (alle 10 Jahre) ist wünschenswert. So können Leckagen erkannt und abgedichtet werden.
  • Das Wasser aus dem Pool im Garten ist Schmutzwasser, zumindest dann, wenn Chemikalien zugegeben wurden, und darf nicht einfach abgelassen werden. Es ist in die Schmutzwasserkanalisation einzuleiten.